Katy Hoffmeister: Künstliche Intelligenz wird Heil- und Gesundheitsberufler nicht ersetzen, aber spürbar entlasten und neue Möglichkeiten eröffnen

12.06.2026

Die Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft findet gegenwärtig in Rostock statt. Thema eines Workshops war der Einsatz von Künstlicher Intelligenz. Die Gesundheitspolitische Sprecherin, Katy Hoffmeister, erklärt dazu:

„Künstliche Intelligenz wird den Menschen nicht ersetzen, sie kann aber bei vielen Aufgaben unterstützend tätig werden. Dadurch haben beispielsweise Ärzte und Pflegekräfte mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten, wenn Dokumentationen oder Befunde automatisiert erfasst werden. Auch in der Diagnostik kommt Künstliche Intelligenz bereits zum Einsatz, beispielsweise in der Radiologie. Für Mecklenburg-Vorpommern bietet sie darüber hinaus weitereichende Möglichkeiten angesichts einer älter werdenden Gesellschaft, beispielsweise bei der Früherkennung von Krankheiten oder durch eine personalisierte Gesundheitsberatung. Gerade mit Blick auf die Versorgung im ländlichen Raum werden die personellen Ressourcen knapper: KI-gestützte Telemedizin kann hier entlasten.

Auf Bundes- und Landesebene gibt es eine Reihe von Förder- und Modellprogrammen, die einzelne Projekte bereits unterstützen. Entscheidend ist jedoch, dass die Finanzierung flächendeckend in die Regelversorgung überführt wird. Das gilt nicht nur für die Anschaffung, sondern auch für den fortlaufenden Betrieb. Angesichts knapper finanzieller und personeller Ressourcen wird sich die Förderung und Finanzierung von Künstlicher Intelligenz kurz- bis mittelfristig rentieren. Gerade Mecklenburg-Vorpommern, das als Flächenland stark vom demografischen Wandel betroffen ist, muss hier eine Vorreiterrolle einnehmen.“