Auf der Regionalexpresslinie RE1 zwischen Hamburg und Rostock kam es zuletzt wiederholt zu erheblichen Problemen. Fahrgäste berichten von überfüllten Zügen, ausgelassenen Halten und erheblichen Verspätungen. Die CDU-Fraktion hat deshalb eine Kleine Anfrage an die Landesregierung gestellt. Dazu erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Daniel Peters:
„Was derzeit auf der Linie RE1 passiert, ist nicht akzeptabel. Uns erreichen Berichte von Fahrgästen, wonach Züge so voll sind, dass Halte ausgelassen werden oder ihre Zielbahnhöfe nicht erreichen. Volle Züge in der Ferienzeit sind kein Naturereignis. Die höhere Nachfrage war absehbar und hätte bei der Planung berücksichtigt werden müssen. Der konkrete Fall in Holthusen zeigt noch ein anderes Problem. Durch die Fahrplanumstellung müssen dort mehr Reisende umsteigen. Wenn dann ein Anschluss nicht funktioniert, stehen plötzlich mehr als 100 Menschen am Bahnhof. Dafür ist Holthusen offenkundig nicht ausgelegt. Es fehlt an Wetterschutz und Toiletten, und im Störungsfall müssen die Fahrgäste vor allem wissen, wie sie weiterkommen.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger äußerte kürzlich, Bonuszahlungen bei der Deutschen Bahn stärker an konkrete Leistungen knüpfen zu wollen. Das ist der richtige Weg! Wer Verantwortung trägt, muss sich an den Ergebnissen messen lassen: bei der Deutschen Bahn im Übrigen genauso wie bei der Landesregierung, die den Regionalverkehr bestellt.
Wir haben heute eine Kleine Anfrage gestellt. Wir wollen wissen, warum nicht rechtzeitig zusätzliche Kapazitäten bestellt wurden, wie oft Züge wegen Überfüllung Halte ausgelassen haben und was das für das beauftragte Verkehrsunternehmen bedeutet. Wenn eine bestellte Leistung nicht erbracht wird, stellt sich auch die Frage nach Vertragsstrafen. Wenn Züge regelmäßig übervoll sind, ist ein Zweistundentakt gerade am Wochenende und in der Hauptreisezeit nicht sinnvoll. Wir erwarten, dass die Landesregierung gemeinsam mit Schleswig-Holstein klärt, wie wir auf dieser Strecke zu einem Stundentakt kommen. Wenn Fahrzeuge, Geld oder Trassen fehlen, muss die Landesregierung sagen, wo genau das Problem liegt und wie sie es lösen will. Busse wären hier ebenso möglich wie längere Züge. Der RE1 ist für Westmecklenburg eine wichtige Verbindung zur Metropolregion Hamburg und nach Rostock. Für viele Pendler gehört diese Strecke zum Alltag, für Touristen ist sie nicht weniger wichtig.“

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