Am Mittwoch, dem 19. August 2026, tagt um 13:00 Uhr auf Antrag der CDU-Fraktion der Landwirtschaftsausschuss des Landtages Mecklenburg-Vorpommern. Hintergrund sind gravierende Ungereimtheiten sowie ein überraschender Kurswechsel im Umweltministerium hinsichtlich der Duldung und rechtlichen Bewertung der hochumstrittenen Wal-Rettungsaktion. Die artenschutzpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Beate Schlupp, erklärt hierzu:
„Die Begründungen des Umweltministers zur Duldung der sogenannten ,Rettungsaktion‘ halten einer sachlichen und transparenten Überprüfung schlicht nicht mehr stand. Zu Beginn hat der Minister stets betont, dass sein Haus das Handeln der privaten Initiative aktiv und aus freien Stücken dulde, da man jedem Rettungsversuch eine Chance geben wollte. Neuerdings wird von der Spitze des Ministeriums jedoch behauptet, man habe rechtlich überhaupt keine Handhabe gehabt und der Bergung schlichtweg nicht widersprechen dürfen. Dieser plötzliche juristische Kurswechsel wirkt wie ein nachträgliches Ausweichmanöver, um sich jeglicher eigener Verantwortung für das Geschehen zu entziehen. Es stellt sich die dringende Frage, wieso eine Maßnahme ohne belastbare wissenschaftliche Erfolgsaussichten überhaupt erst grünes Licht erhalten konnte. Die Unzuverlässigkeit der Initiative war im Ministerium frühzeitig bekannt. Das gesamte Verfahren könnte widerrechtlich gewesen sein.
Es verdichten sich zudem die Hinweise, dass fachliche Bedenken aus dem eigenen Haus und von Fachleuten im entscheidenden Moment beiseite gewischt wurden. Von der vom Minister beschworenen vollen Einmütigkeit in den Fachabteilungen kann nach allen vorliegenden Erkenntnissen keine Rede sein. Es drängt sich der Eindruck auf, dass hier gewaltig klingende Worte, die Chuzpe von Influencern und Esoteriken sowie politisches Posieren über fachliche Grundsätze des Artenschutzes gestellt wurden. Genau aus diesem Grund braucht es die umgehende Befassung im Landwirtschaftsausschuss, um das Handeln des Ministeriums lückenlos zu hinterfragen. Wir erwarten vom Minister volle Transparenz darüber, welche fachlichen Gutachten seiner Entscheidung damals tatsächlich zugrunde lagen. Es muss endlich klargestellt werden, wer wann welche Entscheidungen getroffen hat und warum rechtliche Bewertungen nachträglich verdreht werden. Die Landesregierung hat hier den Landwirtschaftssausschuss an ihrer Seite, um Schaden zu Heilen und Glaubwürdigkeit wiederherzustellen. Der Minister erhält die Chance, reinen Tisch zu machen.“

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