Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat am Mittwoch den Antrag der CDU-Fraktion zur Ausgestaltung des Nationalen Veteranentages mit den Stimmen der Linkskoalition aus SPD und DIE LINKE abgelehnt. Dazu erklärt die Bundeswehrpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Sabine Enseleit:
„Unser Antrag war bewusst niedrigschwellig angelegt. Keine große Symbolpolitik, keine teuren Forderungen - sondern eine kleine, aber sichtbare Geste gegenüber Veteraninnen und Veteranen sowie ihren Familien und Freunden: freier Eintritt in die Staatlichen Schlösser, Gärten und Kunstsammlungen des Landes am Nationalen Veteranentag.
Das Motto des diesjährigen Veteranentages am 15. Juni lautet ‚Veterans, Family & Friends‘. Genau diesen Gedanken wollten wir auch in Mecklenburg-Vorpommern mit Leben füllen. Besonders enttäuschend ist das Verhalten der SPD. In Schleswig-Holstein hat sie einem nahezu identischen Antrag noch zugestimmt. In Mecklenburg-Vorpommern gilt offenbar etwas anderes. Gerade Mecklenburg-Vorpommern mit der höchsten Soldatendichte Deutschlands hätte heute ein sichtbares Zeichen der Wertschätzung setzen können.
Frau Hesse trägt das Goldene Ehrenkreuz der Bundeswehr und wird in wenigen Tagen einzelne Veteranen öffentlich auszeichnen. Das Ehrenkreuz der Bundeswehr ist keine Brosche. Wer es trägt, trägt keinen Schmuck, sondern Verantwortung. Umso befremdlicher ist es, dass die von ihrer Partei getragene Landtagsmehrheit eine Anerkennung abgelehnt hat, die allen Veteraninnen und Veteranen sowie ihren Familien und Freunden zugutegekommen wäre. Wertschätzung für Veteranen sollte sich nicht allein in Auszeichnungen und Festreden ausdrücken, sondern auch in konkreten Entscheidungen. An diesem Maßstab muss sich politische Glaubwürdigkeit messen lassen.
Der Veteranentag ist kein Tag von Veteranen für Veteranen, sondern ein Tag der Gesellschaft für ihre Veteranen. Ich hätte erwartet, dass auch der Landtag Mecklenburg-Vorpommern bereit ist, seinen kleinen Beitrag dazu zu leisten, den Veteranentag in der Gesellschaft zu verankern.“

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