Torsten Renz: Sinkende Kinderzahlen sind eine Chance für bessere Qualität - wir müssen sie jetzt nutzen

21.04.2026

Die Initiative ,Zukunftsplan Kita‘ hat heute den Start eines Volksbegehrens zur Verbesserung der Personalausstattung in Kindertageseinrichtungen in Mecklenburg-Vorpommern bekannt gegeben. Hintergrund ist der demografische Wandel mit sinkenden Kinderzahlen, der zugleich neue Herausforderungen für Träger, Fachkräfte und Eltern mit sich bringt. Der bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Torsten Renz, erklärt:

„Das Engagement der Initiative verdient ausdrücklich Respekt, weil es ein zentrales Thema aufgreift, das viele Familien und Fachkräfte im Land bewegt. Die Herausforderungen, die sich aus sinkenden Kinderzahlen ergeben, sind real und betreffen sowohl die Qualität der Betreuung als auch die Situation der Beschäftigten. Diese Entwicklung darf nicht einfach hingenommen werden, sie erfordert aktives Gestalten. Ziel muss sein, die vorhandenen Ressourcen klug einzusetzen und nicht neue strukturelle Probleme zu schaffen.

Sinkende Kinderzahlen eröffnen die Chance, die Qualität der frühkindlichen Bildung gezielt zu verbessern. Wenn rechnerisch Personal frei wird, darf dieses Potenzial nicht verloren gehen, sondern muss in bessere Betreuungsschlüssel und mehr individuelle Förderung investiert werden. Dabei geht es insbesondere um die sprachliche, motorische und sozial-emotionale Entwicklung der Kinder. Gerade Kinder mit besonderem Förderbedarf profitieren von kleineren Gruppen und mehr Zeit für pädagogische Arbeit. Gleichzeitig können bessere Rahmenbedingungen dazu beitragen, Fachkräfte im System zu halten und die Attraktivität des Berufs zu steigern. Entscheidend ist, dass diese Entwicklung planvoll und schrittweise erfolgt.

Die Landesregierung ist jetzt gefordert, die sich auftuende Chance zu nutzen und Perspektiven für Träger und Beschäftigte zu schaffen. Es braucht verlässliche Rahmenbedingungen und eine Strategie, die Qualität und Beschäftigung gleichermaßen im Blick hat. Wer jetzt nicht handelt, riskiert den Verlust wertvoller Fachkräfte und eine weitere Verschärfung der Situation.. Es braucht keine kurzfristigen Lösungen, sondern einen strukturierten Ansatz, der langfristig trägt. Dazu gehört auch, die finanziellen Spielräume der Kommunen im Blick zu behalten. Eine zusätzliche Belastung der Kommunen ist klar abzulehnen.“