Angesichts der heute durch die Bildungsministerin veröffentlichten Lehrereinstellungszahlen der vergangenen Legislatur äußert sich der Bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Torsten Renz:
„Wenn Frau Oldenburg heute schöne Zahlen präsentiert, dann lässt sie bei diesen entscheidende Faktoren weg: Wie viele der Einstellungen befinden sich denn überhaupt noch im Schuldienst? Warum wurde die Teilzeitquote der eingestellten Lehrkräfte so gar nicht erwähnt? Wie viele Personen wurden in den Jahren mehrfach eingestellt und möglicherweise auch mehrfach gezählt? Warum mussten 44 Grundschulstellen im Haushalt 2026/2027 als künftig wegfallend, und damit als Streichung, ausgewiesen werden, wenn doch angeblich an anderer Stelle so viele Lehrkräfte eingestellt werden?
Die Zahlen der Bildungsministerin klingen nach Schönfärberei. Die angeblichen Erfolge bei den Einstellungen passen einfach nicht zur tatsächlichen Lage an den Schulen. Der Unterrichtsausfall bleibt seit Jahren hoch, dies belegt auch die aktuelle Unterrichtsausfallstatistik. Für Schülerinnen und Schüler fällt weiter Unterricht aus. Und davon nicht wenig. Wenn mehr Personal eingestellt wird, der Unterrichtsausfall aber gleich bleibt, dann sind die Zahlen schlicht nicht belastbar.
Wir konnten bereits mit den Ausschussdrucksachen 8/4221, 8/4210 und 8/2308 nachweisen, dass die von der Bildungsministerin genannten Zahlen die eingestellten Lehrkräfte betreffend mit der vor Ort zu verzeichnenden Entwicklung nicht in Einklang zu bringen ist. Frau Oldenburg sollte den Lehrkräftebedarf und die Belastung der Lehrkräfte nicht weiter schönreden. Die Legislatur ist vorbei. Der Unterrichtsausfall bleibt.“

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