Torsten Renz: CDU bringt DDR-Abituraufgabe erneut in den Bildungsausschuss und fordert die Anwesenheit des Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur

19.01.2026

Angesichts der anhaltenden Berichterstattung zu einer fehlerhaften Aufgabe im Geschichtsabitur 2024/2025 in Mecklenburg-Vorpommern, äußert sich der Bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Torsten Renz:

„Die CDU-Fraktion hatte bereits im Mai 2025 Kenntnis über die Kritik an der Quellenlage zu der Abituraufgabe im Fach Geschichte. Wir haben das Thema deshalb unverzüglich im Bildungsausschuss auf die Tagesordnung gesetzt und im Juni 2025 im Bildungsausschuss beraten. Das Bildungsministerium wies die Kritik damals zurück. Es erklärte, die verwendeten Quellen seien wissenschaftlich korrekt.

Vor diesem Hintergrund irritiert die jüngste Stellungnahme des Bildungsministeriums in der mittlerweile bundesweiten Berichterstattung. Inzwischen steht für uns fest, dass zentrale Zitate doch fehlerhaft zugeordnet wurden und Quellen nicht belastbar sind. Eine solche Aufgabenstellung im Abitur erscheint uns höchst fragwürdig und wirft Fragen zur Wertung und Qualität des Abiturs 2024/2025 auf.

Die CDU-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern hat das Thema deshalb erneut auf die Tagesordnung des Bildungsausschusses gesetzt. Um das Thema breit inhaltlich zu erörtern, haben wir außerdem die Einladung des Landesbeauftragten für die Aufarbeitung der SED-Diktatur zu dem Thema beantragt. Wir erwarten angesichts der Vorwürfe eine vollständige Aufklärung durch das Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern. Für die Koalition wäre es ratsam, diesen Tagesordnungspunkt öffentlich zu beraten, um Transparenz herzustellen und Vertrauen in die Abiturprüfungen zu sichern.”