Vor dem Hintergrund der MeLa-Besucherzahlen sowie der starken Präsenz von Unternehmen aus dem vor- und nachgelagerten Bereich, der Zuchtverbände und der Energiewirtschaft erklärt der agrarpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Thomas Diener:
„Die Bedeutung der Landwirtschaft für Mecklenburg-Vorpommern ist offenkundig groß - es stellt sich die Frage, weshalb insbesondere seitens der Landesregierung diese Bedeutung nicht anerkennt. Mit dem Landeswassergesetz und dem beabsichtigten Klimaverträglichkeitsgesetz sollen den Menschen im ländlichen Raum und den Landwirtschaftsunternehmen zusätzliche Lasten auferlegt werden, ohne hierfür Kompensationen zu leisten. Zahlreiche Vorgaben wie die Erhöhung des Wasserentnahmeentgeltes, die Verlagerung der Verantwortung für Gewässer und des Küsten-und Hochwasserschutzes oder Maßnahmen des Klimaschutzes führen zu Mehrbelastungen, die die Wettbewerbsfähigkeit und die Lebensqualität einschränken.
Es ist realitätsfern, dass sich der zuständige Minister mit der Wiederherstellung der steuerlichen Begünstigung von Agrardiesel brüstet, ein Problem, das durch seine eigene Partei verursacht wurde. Es ist realitätsfern, den Mindestlohn gesetzlich zu erhöhen und gleichzeitig die Ernährungssouveränität im Obst- und Gemüseanbau sichern zu wollen. Es ist realitätsfern, die Tierhaltung ausbauen zu wollen und gleichzeitig die rechtlichen Vorgaben zu verschärfen. Es ist realitätsfern, den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu forcieren und den vom Ausbau Betroffenen eine wirkliche Teilhabe vorzuenthalten. Es ist realitätsfern, 4000 ha Grünland mit einem Landesgesetz zu Ackerland werden zu lassen, wenn ohne Landesgesetz 8000 ha diesen Status erlangen würden. Es ist realitätsfern, die bedarfsgerechte Düngung im Land zu verbieten und gleichzeitig Getreide aus anderen Teilen der Welt zu importieren.
Die Menschen und Unternehmen im ländlichen Raum benötigen anstelle warmer Worte Planungs- und Investitionssicherheit. Wer hier 30 Jahre zuständig ist, darf sich vor der Verantwortung nicht drücken. Da kann man die Ankündigung einer erneuten Kandidatur schon als Kampfansage gegen den ländlichen Raum verstehen.“

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