Katy Hoffmeister/Harry Glawe: Landesregierung steht im Wort - Zukunft der Warnow-Klinik Bützow muss sichergestellt werden

12.05.2026

Medienberichten zufolge musste die Warnow-Klinik Bützow erneut Insolvenz anmelden, die demnach in einem Schutzschirmverfahren durchgeführt werden soll. Die gesundheitspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Katy Hoffmeister, erklärt dazu:
 
„Die Landesregierung hat zugesichert, dass alle 37 Krankenhausstandorte erhalten werden sollen. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Landesregierung in der Verantwortung ist, finanzielle Unterstützung zu leisten. Ich erwarte, dass die Ministerpräsidentin ihr Versprechen hält! Es ist offenkundig, dass die Warnow-Klinik für den Zeitraum bis zum Wirken der Krankenhausreform eine Übergangfinanzierung gebraucht hätte bzw. braucht. Als CDU-Fraktion haben wir das seit geraumer Zeit gefordert. Eine weitere Forderung war, einen Härtefallfonds genau für solche Fälle aufzulegen. Andere Bundesländer haben das getan. Mecklenburg-Vorpommern hat darauf verzichtet. Ein Fehler, wie sich jetzt herausstellt.“
 
Der Abgeordnete der CDU-Fraktion, Harry Glawe, ergänzt dazu: „Das Krisenmanagement der Landesregierung kennt nur einen Satz: ,Berlin ist schuld‘. Die Flucht vor der eigenen Verantwortung ist bequem, trägt aber nicht zum Erhalt gefährdeter Krankenhausstandorte bei. Im Übrigen gab es gute Gründe dafür, dass die neuen Vergütungsbestimmungen für sektorenübergreifende Versorgungseinrichtungen erst zu Beginn des darauffolgenden Kalenderjahres in Kraft treten. Ein unterjähriges Inkrafttreten hätte zu massiven Problemen führen können, z.B. bei der Abrechnung, Personalplanung und Krankenhausplanung. Zudem war lange bekannt, dass die Krankenhausreform erst zum Jahr 2027 greifen würde. Darauf hat selbst Ministerin Drese immer wieder verwiesen. Die Warnow-Klinik Bützow hat als sektorenübergreifender Versorger eine Zukunft. Die Landesregierung ist aufgefordert, die notwendige Unterstützung für die Überbrückung bereitzustellen und dies geht mit einer finanziellen Unterstützung zwingend einher. Andernfalls riskiert sie einmal mehr, ein gegebenes Versprechen zu brechen. Für die Mitarbeiter und die Bevölkerung vor Ort mit schmerzhaften Folgen.“