Katy Hoffmeister: Schweriner Stadtvertretung hat ein klares Zeichen gesetzt jetzt ist das Wissenschaftsministerium am Zug

24.03.2026

Die Schweriner Stadtvertretung hat am Montagabend mit deutlicher Mehrheit beschlossen, sich gegen eine Eintragung der Lenin-Statue in die Denkmalliste auszusprechen. Zugleich hat sie festgestellt, dass die Statue für viele politisch Verfolgte und Opferverbände ein Symbol für Unterdrückung, Gewalt und Entrechtung ist. Hierzu erklärt die Kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern, Katy Hoffmeister:

„Das Votum der Schweriner Stadtvertretung ist unmissverständlich. Die gewählten Vertreterinnen und Vertreter der Landeshauptstadt haben klar gesagt, was viele Menschen in dieser Stadt und weit darüber hinaus empfinden: Diese Statue gehört nicht in die Denkmalliste. Sie ist und bleibt ein politisches Repräsentationsobjekt der SED-Diktatur.
Dieses Signal verdient Respekt, auch und gerade vom Wissenschaftsministerium. Denn die endgültige Entscheidung über den Denkmalschutz liegt nicht bei der Stadt, sondern beim Land. Das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege hat ein Gutachten vorgelegt, das eher politisch motiviert ist, als dass es mit nüchterner Fachlichkeit überzeugt.

Wir erwarten vom Wissenschaftsministerium, dass es den Willen der Stadtvertretung ernst nimmt und das Verfahren zur Eintragung in die Denkmalliste nicht gegen den ausdrücklichen Willen der demokratisch gewählten Stadtvertretung vorantreibt. Historische Aufarbeitung bedeutet, den Opfern zuzuhören – nicht, über ihre Gefühle hinwegzugehen, um ein Herrschaftssymbol nachträglich zu legitimieren.

Wer sich heute wirklich zur Aufarbeitung der SED-Diktatur bekennt, der schützt keine Lenin-Statuen. Er schützt die Erinnerung an die Opfer und die Würde derer, die unter diesem Regime gelitten haben.“