Daniel Peters: Mecklenburg-Vorpommern benötigt eine bessere Wohnungspolitik

11.05.2026

Laut einer aktuellen Umfrage der Ostseezeitung und des RedaktionsNetzwerks Deutschlands machen sich die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern Sorgen wegen ihrer Wohnungssituation. Dazu erklärt der Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion, Daniel Peters:

„Wohnungsunternehmen klagen über langwierige Genehmigungsverfahren und eine Bürokratie, die Investitionen ausbremst statt ermöglicht. Noch zu Beginn der Legislatur hatte Rot-Rot hier deutliche Verbesserungen versprochen. Doch von einer modernen, digitalisierten Verwaltung, die Bauvorhaben beschleunigt und unterstützt, ist nichts zu spüren.

Hinzu kommt: Die eingeführte Mietpreisbremse löst die eigentlichen Probleme nicht. Sie schafft keinen einzigen Quadratmeter neuen Wohnraum. Gerade bei stark gestiegenen Bau- und Betriebskosten überlegen Unternehmen inzwischen sehr genau, ob überhaupt noch investiert wird. Gleichzeitig profitieren viele Wohnungssuchende, etwa Studenten in den Unistädten Rostock oder Greifswald, in der Praxis kaum von dieser Regelung.

Der von der Bundesregierung beschlossene Bauturbo eröffnet die Chance, Verfahren zu vereinfachen und schneller neuen Wohnraum zu schaffen. Allerdings fehlt immer noch der Umsetzungserlass des Landes für die Kommunen.

Aber was Mecklenburg-Vorpommern vor allem benötigt, ist eine bessere Wohnungspolitik. Dazu gehören schnellere Genehmigungen und einen Fokus auf digitale, schnellere und unkompliziertere Verwaltungsabläufe. Die Landesbauordnung muss modernisiert und genehmigungsfreies Bauen erleichtert werden. Zudem sollten Einwohnerinnen und Einwohner beim Eigentumserwerb Unterstützung erhalten. Wohnen in Mecklenburg-Vorpommern darf nicht zum Luxus werden.

Fast zwei Drittel der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern machen sich Sorgen um bezahlbaren Wohnraum. Sie fragen sich, ob sie sich an ihrem Wohnort künftig überhaupt noch eine Wohnung leisten können. Diese Sorgen sind berechtigt. Sie sind Warnsignal und Ausdruck einer unzureichenden Wohnungspolitik.

Seit Jahren geht die Zahl der Sozialwohnungen im Land zurück. Gleichzeitig brechen die Baugenehmigungen ein, während es für Familien, Senioren und junge Menschen vor allem in den Städten und Küstenregionen immer schwieriger wird, bezahlbaren Wohnraum zu finden.