Daniel Peters: Kinder gehören nicht in den Sog der Algorithmen - soziale Medien erst ab 14 Jahren

15.03.2026

Die CDU-Fraktion bringt kommende Woche einen Antrag zum besseren Schutz von Kindern im digitalen Raum in den Landtag Mecklenburg-Vorpommern ein. Ziel ist es, soziale Netzwerke künftig erst ab einem Alter von 14 Jahren zuzulassen und verbindliche Alterskontrollen durchzusetzen. Ein ähnlich lautender Antrag der CDU-Fraktion war noch im November von SPD und DIE LINKE abgelehnt worden. Inzwischen zeichnet sich jedoch eine breite gesellschaftliche Unterstützung für strengere Regeln im Umgang mit sozialen Medien für Kinder ab. Auch auf dem CDU-Bundesparteitag im Februar fand ein entsprechender Antrag eine überwältigende Mehrheit. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, erklärt:

„Kinder brauchen im digitalen Raum mehr Schutz und klare Regeln. Soziale Netzwerke sind heute nicht nur Orte der Kommunikation, sondern hochentwickelte Systeme, die Aufmerksamkeit, Daten und Verhalten gezielt steuern. Gerade Kinder können sich diesen Mechanismen kaum entziehen. Soziale Medien, die oftmals eher asozial daherkommen verbreiten eben auch gewaltverherrlichende und sexualisierte Inhalte. Der Kinder- und Jugendschutz muss auch im Netz gelten!

Deshalb ist es richtig und notwendig, eine klare Altersgrenze für soziale Medien einzuführen. Wir wollen, dass soziale Netzwerke erst ab 14 Jahren genutzt werden dürfen. Gleichzeitig müssen Plattformbetreiber verpflichtet werden, das Alter ihrer Nutzer verlässlich zu prüfen und Konten von Kindern konsequent zu deaktivieren. Andere Länder wie Australien, Frankreich, Großbritannien oder Dänemark zeigen bereits, dass solche Regeln möglich und sinnvoll sind. Wer Kinder ernsthaft schützen will, darf sich dieser Debatte nicht länger entziehen.

Wir brauchen außerdem mehr Transparenz darüber, welche Daten Plattformen sammeln und wie Inhalte algorithmisch ausgespielt werden. Besonders wichtig ist uns, dass gezielte Werbung an Kinder und Jugendliche strenger reguliert wird. Gleichzeitig wollen wir Schulen und Kitas stärker unterstützen, damit Medienbildung, Prävention und Schutzkonzepte verbindlich umgesetzt werden können. Kinder müssen lernen, sich sicher und selbstbestimmt in der digitalen Welt zu bewegen. Dafür brauchen pädagogische Fachkräfte bessere Fortbildungen und klare Konzepte. Digitale Freiheit setzt digitale Mündigkeit voraus, und diese entsteht nicht im Grundschulalter. Unser Antrag schafft Orientierung für Eltern, Schulen und die Plattformbetreiber. Ich hoffe deshalb sehr, dass das Linksbündnis von Ministerpräsidentin Schwesig diesmal die Kraft findet, im Interesse unserer Kinder dem CDU-Antrag zuzustimmen.“