Medienberichten zufolge stehen der Ersatzverkehr und die Sanierung der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg derzeit für ein beispielloses Desaster, bei dem Ersatzbusse künftig nicht zuverlässig und in zumutbarer Qualität verkehren und zugleich Streit zwischen Betreiber Ecovista und der Deutschen Bahn über vertraglich vereinbarte Standards entbrannt ist. Fahrgäste berichten von chaotischen Zuständen, die Bahn hat dem Betreiber inzwischen Fristen gesetzt und mangelhafte Fahrzeuge gerügt, und die Sanierung der Strecke verzögert sich deutlich über den ursprünglichen Zeitplan hinaus. Hierzu erklärt der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Daniel Peters:
„Zunächst gilt mein Dank all denen, die trotz dieser schwierigen Umstände täglich versuchen, den Ersatzverkehr für die Menschen sicherzustellen. Mein Mitgefühl gilt den Fahrgästen, die das Drama jeden Tag ausbaden müssen. Was wir hier seit Monaten erleben, ist mehr als nur eine logistische Herausforderung, es entwickelt sich zu einem massiven Rückschlag für die Zuverlässigkeit unserer Infrastruktur. Die Linie zwischen zwei der größten deutschen Städte ist ein Lebensnerv für Pendler, Familien, Berufstätige und Wirtschaft; sie kann nicht zur Dauerausweichstrecke für schlecht koordinierte Ersatzbusse verkommen. Es kann nicht sein, dass Menschen in maroden oder unzureichenden Bussen stundenlang unterwegs sind, weil Verantwortlichkeiten nicht geklärt und Standards nicht eingehalten werden. Die Deutsche Bahn hat inzwischen offen Kritik am Betreiber ausgesprochen, was die Lage weiter verschärft. Es wirkt, als sei niemand mit der notwendigen Ernsthaftigkeit bei der Sache, wenn selbst vereinbarte Qualitätsstandards nicht umgesetzt werden. In dieser Situation braucht es klare Verabredungen, nicht weitere Ausreden.
Deshalb fordere ich unverzüglich einen Krisengipfel mit der Deutschen Bahn, dem Betreiber Ecovista, der Landesregierung und dem Wirtschaftsausschuss – und zwar unverzüglich. Der Wirtschaftsausschuss tagt ohnehin am Donnerstag und das Thema steht auf der Tagesordnung; diese Gelegenheit muss genutzt werden, um verbindliche Lösungen zu erarbeiten. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf zu erfahren, wie es zu diesen eklatanten Mängeln kommen konnte und wie wir solche Versorgungs- und Kommunikationsausfälle in Zukunft verhindern. Es geht um mehr als nur um Busse, es geht um das Vertrauen der Menschen in funktionierende Mobilität. Die Betroffenen verdienen klare Antworten, die Entscheidungsträger müssen gemeinsam Verantwortung übernehmen. Ich erwarte, dass bei diesem Krisengipfel konkrete Schritte vereinbart werden, die den Ersatzverkehr stabilisieren, Qualitätsstandards sichern und die Nutzerperspektive in den Mittelpunkt stellen. Die Zeit drängt. Abwarten und zugucken ist keine Strategie.“

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