Daniel Peters: Ehrenamt braucht mehr als Applaus - es braucht steuerfreie Anerkennung und klare Prioritäten

28.01.2026

Der Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat sich heute in einer Aktuellen Stunde mit der Bedeutung des freiwilligen Engagements für Zusammenhalt, Demokratie und den ländlichen Raum befasst. Für die CDU-Fraktion sprach deren Vorsitzender Daniel Peters. Der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Daniel Peters, erklärt hierzu:

„Freiwilliges Engagement lebt nicht von lautem Applaus, sondern von verlässlichen Rahmenbedingungen. Wer Verantwortung übernimmt, muss spüren, dass der Staat hinter ihm steht und das beginnt ganz klar bei der Steuerfreiheit von Aufwandsentschädigungen. Ehrenamtliche Bürgermeister, Feuerwehrkameradinnen und -kameraden oder Engagierte im Katastrophenschutz übernehmen heute vielfach Pflichtaufgaben, für die es bislang nur begrenzte Anerkennung gibt. Dass hier ab einer bestimmten Grenze der Fiskus zugreift, ist das falsche Signal. Wir wollen vollständige Steuerfreiheit für diese verantwortungsvollen Tätigkeiten. Gleichzeitig dürfen wir das Ehrenamt nicht mit immer neuer Bürokratie überziehen. Gerade Sportvereine und Trainer erleben täglich, wie Bürokratie Engagement ausbremst. Es braucht mehr Vertrauen, weniger Formulare und eine echte Entlastung. Die Freiwilligen Feuerwehren sind dabei weit mehr als nur Helfer im Katastrophenfall, sie sind tragende Säule unserer Sicherheit, gerade im ländlichen Raum. Wer das Ehrenamt ernst nimmt, muss es politisch priorisieren.

Ehrenamt ist der Kitt unserer Gesellschaft, besonders dort, wo staatliche Strukturen an ihre Grenzen stoßen. Sportvereine, Feuerwehren und soziale Organisationen leisten tagtäglich unverzichtbare Arbeit für Gemeinschaft und Zusammenhalt. Diese Arbeit braucht Verlässlichkeit und langfristige Unterstützung statt projektbezogener Symbolpolitik. Die CDU-Fraktion hat in den Haushaltsberatungen konkrete Vorschläge gemacht, um das Ehrenamt zu stärken – etwa bei der Feuerwehr, im Katastrophenschutz und in der Nachwuchsarbeit. Leider wurden diese Vorschläge abgelehnt. Gleichzeitig sehen wir, wie wichtig unbürokratische Instrumente wie die Ehrenamtsstiftungen sind, die schnell und praxisnah helfen können. Auch die Ehrenamtskarte muss weiterentwickelt werden, damit sie für Engagierte einen echten Mehrwert bietet.“