Nachdem gestern mitten in Hamburg eine Bürgerin von einem Wolf ins Gesicht gebissen worden ist, erklärt die Artenschutzpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Beate Schlupp:
„Wir wünschen der betroffenen Frau zuerst einmal gute Besserung. Der Vorfall in Hamburg zeigt sehr deutlich: Der Wolf ist kein Kuscheltier. Er ist ein Raubtier, das für Menschen gefährlich ist, gerade wenn er krank ist oder in Bedrängnis gerät, so wie jetzt offensichtlich passiert. Deshalb muss die Politik ihn auch entsprechend behandeln.
In Mecklenburg-Vorpommern geschieht das seit Monaten nicht konsequent genug. Hier wird viel über Wolfsmanagement gesprochen, aber wenn es darauf ankommt, wird zu oft gezögert. Im Landwirtschaftsministerium ist ständig von „zügigem Wolfsmanagement“ die Rede. In Wahrheit bleibt es aber bei viel Monitoring, viel Prävention und Eingriffen erst dann, wenn ein Wolf schon längst zum Problem geworden ist. Das ist kein vorausschauendes Management, sondern ein Handeln erst nach dem Schaden. Wer immer erst reagiert, wenn Menschen oder Nutztiere bereits zu Schaden gekommen sind, ist nicht vorsorgend unterwegs, sondern handelt schlicht zu spät. Und wer ständig mehr Rechtssicherheit fordert, ohne im eigenen Land früher und entschlossener zu handeln, macht es sich am Ende zu einfach.
Inkonsequent ist zudem der ständige Zickzackkurs von Minister Backhaus: Mal gibt er sich hart und kündigt konsequentes Handeln an; mal beschwichtigt er und klingt, als ob er den Konflikt wegmoderieren wolle. Genau dieses Hin und Her ist Teil des Problems. Wer beim Wolf keine klare Linie zeigt, verliert das Vertrauen der Menschen im ländlichen Raum.“

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