Daniel Peters: Industriepark Lubmin ist zentraler Anker für Energiepolitik des Landes

21.05.2026

Bei einem Besuch des Industrieparks Lubmin hat sich heute der Fraktionsvorsitzende der CDU Mecklenburg-Vorpommern, Daniel Peters, vor Ort über die wirtschaftlichen Perspektiven des Standortes informiert. Lubmin habe das Potenzial, sich zu einem echten Industriepfeiler in Vorpommern zu entwickeln. Daniel Peters erklärt weiter:

„Lubmin steht beispielhaft für die wirtschaftlichen Chancen, die Mecklenburg-Vorpommern im Zuge der Energiewende konsequenter nutzen sollte. Vorpommern braucht industrielle Perspektiven – und Lubmin kann dabei ein zentraler Anker werden. Der Standort verfügt über eine einzigartige Kombination aus bestehender Infrastruktur, Flächenpotenzial und energiewirtschaftlicher Expertise, die ideale Voraussetzungen für neue industrielle Ansiedlungen schafft. Die Chancen, hochwertige Industriearbeitsplätze und Zukunftstechnologien in der Region zu verankern, sind groß. Gerade im Zusammenspiel von Energie, Wasserstoffwirtschaft und Logistik kann sich Lubmin zu einem der bedeutendsten Industriestandorte im Nordosten Deutschlands entwickeln.

Doch dafür braucht es eine aktive und zielgerichtete Energiepolitik, die Versorgungssicherheit, Resilienz und industrielle Wertschöpfung tatsächlich miteinander verbindet. Die rot-rote Landesregierung greift diese Begriffe zwar in ihren Ankündigungen auf, bleibt aber in vielen Fragen zu unkonkret und reaktiv. So spricht der Wirtschaftsminister von sogenannten Resilienz Clustern und verweist auf angeblich ‚effizient gebündelte Kapazitäten‘, die die Versorgung der Bevölkerung und Wirtschaft in Ausnahmesituationen sicherstellen sollen. Klare industriepolitische Entscheidungen sucht man vergeblich, stattdessen dominieren wohlklingende Konzepte, deren praktische Umsetzung, Finanzierung und tatsächliche Wirkung bislang weitgehend offenbleiben.

Gleichzeitig will die Linkskoalition den Bürgerinnen und Bürgern weiterhin weismachen, dass erneuerbare Energien der alleinige Weg zu einer vollumfänglichen Energieversorgung in unserem Land seien. Dabei sprechen die Fakten eine andere Sprache: Das Kraftwerk in Rostock läuft trotz des massiven Ausbaus der Windenergie weiterhin nahezu dauerhaft unter Volllast – es wird für die Versorgungssicherheit schlicht gebraucht. Mecklenburg-Vorpommern benötigt deshalb neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien auch gesicherte Leistung, moderne Kraftwerkskapazitäten, Speicher und belastbare Netze.

Wenn der Bund neue Gaskraftwerke ausschreibt, müssen Lubmin und auch Rostock zwingend in den Fokus rücken, das hat nun auch der Wirtschaftsminister erkannt. Beide Standorte verfügen über vorhandene Infrastruktur, starke Netzanbindung und ein erhebliches industriepolitisches Entwicklungspotenzial. Es wäre fahrlässig, diese Chancen ungenutzt zu lassen.“

Zur Diskussion um eine mögliche Verlagerung des Gaskraftwerks Lubmin nach Mukran erklärt Daniel Peters weiter:

„Wir beschäftigen uns schon seit ein paar Wochen mit der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage von Lubmin. Auch wenn dieses Thema sachliche Abwägung, wirtschaftliche Vernunft und Respekt vor Investitionsentscheidungen verlangt: Ich teile die Sichtweise, dass kritische Energieinfrastruktur zuerst hier im Land eingesetzt werden sollte. Eine Verlagerung nach Mukran ist dabei ein Weg, der technisch passen und daher umfassend geprüft werden muss.“