Torsten Renz: Das Volksbegehren zur Zukunft der Kitas wirkt - jetzt muss aus Ankündigungen verbindliche Politik werden

07.05.2026

Die CDU-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern hat heute einen Antrag zur Verbesserung der Qualität in der frühkindlichen Bildung eingebracht. Hintergrund ist das Volksbegehren von Gewerkschaften, Verbänden und Elterninitiativen zur Verbesserung der Erzieher-Kind-Relation in Mecklenburg-Vorpommern. Manuela Schwesigs Linkskoalition lehnte den Antrag ab. Der Bildungspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Torsten Renz, erklärt dazu:

„Die sinkenden Kinderzahlen in Mecklenburg-Vorpommern eröffnen uns die Chance, die sogenannte demografische Rendite endlich konsequent für mehr Qualität in der frühkindlichen Bildung zu nutzen. Genau dafür liegt heute ein konkreter Vorschlag der CDU-Fraktion auf dem Tisch. Wir wollen die freiwerdenden Personalkapazitäten nicht einfach verschwinden lassen, sondern gezielt in bessere Betreuung und mehr individuelle Förderung investieren. Besonders in den Bereichen Sprache, Motorik und sozial-emotionale Entwicklung brauchen Kinder mehr Unterstützung und die Fachkräfte endlich bessere Rahmenbedingungen. Deshalb schlagen wir als ersten Schritt eine Verbesserung der Fachkraft-Kind-Relation auf eins zu fünf im Krippenbereich und eins zu zwanzig im Hort vor. Das ist kein Maximalprogramm, sondern ein realistischer und umsetzbarer Einstieg.

Man muss es klar sagen: Das Volksbegehren wirkt offensichtlich. Noch vor wenigen Tagen wollte die Landesregierung über dieses Thema praktisch nicht sprechen, jetzt kommt plötzlich Bewegung in die Debatte. Das begrüßen wir ausdrücklich. Aber Ankündigungen allein reichen nicht aus, entscheidend ist am Ende ein verbindlicher gesetzlicher Weg. Der Landtag darf dabei nicht nur informiert werden, sondern muss aktiv gestalten und mitentscheiden. Wir haben bereits 2024 gemeinsam mit der FDP einen Stufenplan gefordert, der genau diesen Weg beschreibt. Damals wurde das von Rot-Rot abgelehnt, obwohl es schon damals möglich gewesen wäre, gemeinsam zu einer Lösung zu kommen.

Für uns bleibt entscheidend, dass dieses Thema nicht zum parteipolitischen Überbietungswettbewerb im Landtagswahlkampf wird. Frühkindliche Bildung ist zu wichtig für taktische Spielchen. Deshalb strecken wir weiterhin die Hand aus und werben ausdrücklich für eine fraktionsübergreifende Verständigung gemeinsam mit Kommunen, Trägern, Gewerkschaften, Elterninitiativen und allen Beteiligten. Gleichzeitig muss das Land die Kommunen endlich stärker entlasten und sich angemessen an den Kosten beteiligen. Wer bessere Qualität fordert, muss auch bereit sein, dafür dauerhaft Verantwortung zu übernehmen. Jetzt ist der Moment gekommen, aus jahrelangen Diskussionen endlich konkrete Verbesserungen für Kinder, Eltern und Erzieherinnen und Erzieher zu machen.“