Katy Hoffmeister: „Schallende Ohrfeige: Landesrechnungshof zerlegt rot-rotes Lehrkräftebildungsgesetz“

30.04.2026

Im Wissenschaftsausschuss wurde heute der Jahresbericht des Landesrechnungshofes beraten. Darin wird das im vergangenen Jahr durch die rot-rote Landesregierung verabschiedete Lehrkräftebildungsgesetz scharf kritisiert. Dazu erklärt die wissenschaftspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion, Katy Hoffmeister:

Der Bericht des Landesrechnungshofes ist eine schallende Ohrfeige für die Linksregierung. Die Umstellung von der schulart- auf die schulstufenbezogene Lehrerausbildung ist unsinnig, teuer und schafft Probleme, aber keine Lösungen.

Gemeinsam mit Experten und Sachverständigen hatte die CDU-Fraktion frühzeitig, aber vergeblich davor gewarnt, die Ausbildung zum Gymnasiallehrer zugunsten eines einheitlichen Studiengangs für alle Lehrkräfte der Sekundarstufe aufzugeben.

Die Folgen dieser verfehlten Bildungspolitik sind so fatal wie vorhersehbar: Durch die Schaffung des Einheitslehrers wird der Lehrerberuf in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt unattraktiver. Ein Bundesland, in dem möglicherweise das Gymnasium zugunsten einer Einheitsschule geopfert wird - natürlich werden angehende Lehrkräfte dadurch abgeschreckt.

19 Millionen Euro hätten laut Landesrechnungshof gespart werden können, wenn man auf diese Reform verzichtet hätte. Geld, mit dem zum Beispiel Anreize für den Schuldienst an Regionalen Schulen hätten geschaffen werden können.

Stattdessen bleibt das eigentliche Problem bestehen: Das neue Sekundarstufenlehramt wird den Lehrermangel an Regionalen Schulen nicht beheben - insbesondere, solange deren Attraktivität nicht verbessert wird und die grundsätzliche Nachfrage nach Lehrern das Angebot übersteigt.

Notwendig wären Maßnahmen gewesen, um den Lehrerberuf insgesamt interessanter zu machen. Diese Chance hat die Landesregierung vertan.

Bildungspolitik war in dieser Legislatur keine Chefsache und wird es auch nicht mehr werden.