Die Landesbischöfin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Norddeutschland (Nordkirche), Kristina Kühnbaum-Schmidt, war heute zu Gast in der Fraktionssitzung der CDU-Fraktion im Landtag Mecklenburg-Vorpommern. Im Mittelpunkt des Austauschs standen Fragen des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der Verantwortung für den ländlichen Raum sowie aktuelle Herausforderungen in der Sozial- und Bildungspolitik. Im Anschluss erklärte der Vorsitzende der CDU-Fraktion, Daniel Peters:
„Ich danke Frau Kühnbaum-Schmidt ausdrücklich für den offenen und konstruktiven Austausch. Die Kirche leistet in unserem Land einen unverzichtbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, gerade dort, wo staatliche Strukturen an ihre Grenzen stoßen. Ob in der Kinder- und Jugendarbeit, in der Pflege, in der Seelsorge oder in der Unterstützung von Familien: kirchliche Träger übernehmen Verantwortung im Alltag der Menschen. Das verdient Anerkennung und Respekt. Gleichzeitig haben wir deutlich gemacht, dass gesellschaftspolitische Debatten in einer Demokratie plural geführt werden müssen. Kirche ist ein bedeutender Teil der Zivilgesellschaft mit eigener Stimme. Uns verbindet das christliche Menschenbild, das Würde, Verantwortung und Nächstenliebe in den Mittelpunkt stellt. Daraus leiten wir als CDU einen klaren Anspruch an Politik ab: Zusammenführen statt spalten, fördern statt bevormunden. Besonders wichtig ist uns die Zukunft des ländlichen Raums, in dem kirchliche Einrichtungen oft Ankerpunkte des sozialen Lebens sind. Wenn wir über Bildung, Familienförderung oder Integration sprechen, dann geht es um konkrete Lebensrealitäten vor Ort. Politik, Gesellschaft und Kirchen müssen sich diesen Realitäten gemeinsam stellen.“
Landesbischöfin Kristina Kühnbaum-Schmidt betonte: „Für die Einladung und das offene und vertrauensvolle Gespräch mit der CDU-Landtagsfraktion bin ich dankbar. Ich danke insbesondere den Landtagsabgeordneten, die verlässlich und klar demokratisch Verantwortung für unser Bundesland übernehmen – gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche und politische Debatten oft zugespitzt und polarisiert geführt werden. Wir haben eine Demokratie - was wir aber wieder vermehrt brauchen, sind aktive Demokratinnen und Demokraten überall im Land. Denn demokratisches Engagement ist ein tragendes Fundament unseres Gemeinwesens und geht alle Bürgerinnen und Bürger an. Als Kirche ist es uns wichtig, mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren im regelmäßigen Austausch zu sein. Wir suchen deshalb das Gespräch mit allen demokratischen Parteien. Dabei ist es mir wichtig, aufmerksam zuzuhören und unsere Perspektiven einzubringen. Als Kirche leitet uns der christliche Glaube, dass alle Menschen Gottes Geschöpfe sind – mit gleicher Würde und gleichen Rechten. Dieser Glaube bleibt nicht abstrakt. Er wird konkret im täglichen Engagement vieler haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden. Aus unserem Glauben heraus ergreifen wir Partei für Menschenwürde, für Respekt und für ein friedliches Zusammenleben. Gerade deshalb sind wir ein verlässlicher Anker im Einsatz gegen Extremismus und Antisemitismus und tragen neben der Erfüllung unserer kirchlichen Kernaufgaben mit dazu bei, dass unser Land von Zusammenhalt, Respekt und demokratischer Kultur geprägt bleibt.“

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