Katy Hoffmeister: Politischer Schlingerkurs gefährdet ein Jahrhundertprojekt für Mecklenburg-Vorpommern

02.03.2026

Die heutige Berichterstattung der Ostsee-Zeitung zeigt erneut, dass beim Archäologischen Landesmuseum weiter keine klare Linie erkennbar ist. Nachdem der Standort im Rostocker Stadthafen lange als gesetzt galt, wird nun wieder die alte Societät ins Spiel gebracht. Die Kulturpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion Mecklenburg-Vorpommern, Katy Hoffmeister, erklärt hierzu:

„Seit Jahren erleben wir beim Archäologischen Landesmuseum einen Schlingerkurs, der jedes Vertrauen in eine verlässliche politische Steuerung untergräbt. Erst wird der Standort im Stadthafen beschlossen, dann werden Alternativen geprüft, dann heißt es wieder, alles sei gesetzt, und nun beginnt die Debatte von vorn. Das ist kein planvolles Regierungshandeln, sondern ein ständiges Hin und Her auf Kosten eines wichtigen Kulturprojekts. Wer Verantwortung trägt, darf Entscheidungen nicht im Monatsrhythmus relativieren. Die Landesregierung und die sie tragenden Fraktionen aus SPD und DIE LINKE haben es versäumt, eine klare, belastbare Strategie vorzulegen. Statt Führung sehen wir Unsicherheit. Statt Transparenz erleben wir widersprüchliche Signale aus Schwerin und Rostock.

Besonders irritierend ist, dass selbst grundlegende Fragen zum Standort offenbar nicht abschließend geklärt sind. Die Hansestadt Rostock, das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum des Landes, darf sich nicht von wechselnden Stimmungen treiben lassen, sondern braucht verlässliche Entscheidungsstrukturen. Die Oberbürgermeisterin trägt hier ebenso Verantwortung wie die Landesregierung. Wer immer neue Optionen in die Diskussion wirft, ohne klare Kriterien offenzulegen, verlängert nur die Hängepartie. Das Archäologische Landesmuseum ist ein Projekt von landesweiter Bedeutung und kein Spielball parteipolitischer Taktik. Mecklenburg-Vorpommern braucht jetzt eine eindeutige Entscheidung mit klarer Kostenbasis und verbindlichem Zeitplan. Alles andere untergräbt die Glaubwürdigkeit von Politik und beschädigt die kulturelle Entwicklung unseres Landes.“